Freitag, 16. September 2016

Pavillion

Ich glaube jedem von euch kommt das bekannt vor:
Man (Frau) kauft eine Pflanze und
erhofft sich ein bestimmtes Ergebnis.
Von den Risiken und Nebenwirkungen 
hat man schon mal gehört,
 aber ignoriert sie ganz gewissenhaft.
So geschehen beim Knöterich am Pavillon.
Schaut wie wundervoll er geworden ist ... 
einen wahre Blätterpracht ... 
alles ist zugerankelt ... 
solch ein Ergnebis habe ich mir gewünscht.
Die weißen Blütenrispen schimmern in der Abendsonne
und bilden das i - Tüpfelchen der Pflanze.
Tja und der Blick aus dem Pavillon in den Garten
 kann sich auch sehen lassen.
Ganz genau so, wie ich mir das vorgestellt habe,
wären da nicht die Nebenwirkungen.
Der Knöterich verliert nämlich ständig Blätter oder Blütenrispen. 
Das bedeutet, spontan dort im Schatten des Pavillons
einen Kaffee zu trinken gestaltet sich schwierig, 
denn man muss erstmal den Tisch und die Stühle 
von den Blätter reinigen.
Dann mag ich es auch nicht wirklich,
wenn um mich herum überall vertrocknete Blätter liegen 
und rascheln und knacken.
Während des Kaffetrinkens muss man darauf achten,
 dass kein Blatt im Kaffee landet.
Mh ... alles weit weg von Entspannung.
Zudem benötigt Knöterich enorm viel Wasser,
 diese Nebenwirkung habe ich wohl ignoriert.
Obwohl ich zu meinem Schutz sagen muss, 
dass ich ihn immer gut gewässert habe, 
ist er an vielen Stellen vertrocknet.
(Ich weiß, das sind Luxusprobleme)
 Tja und so musste der Knöterich weichen
(er berankelt nun den Zaun zum Naturschutzgebiet).

Ja ich weiß, jetzt sieht der Pavillon wieder so kahl aus.
Jedoch nicht lange, denn ich habe wilden roten Wein gepflanzt.
Dieser verträgt auch längere Trockenperioden,
 verliert übers Jahr keine Blätter 
 und zaubert zudem im Herbst den Pavillon in ein leuchtendes Rot.
Wartet ab ... 
nächstes Jahr zu dieser Zeit
ist der Pavillon ganz sicher schon üppig zugerankt.

Bis bald ... eure Dany

Kommentare:

  1. Hallo Dany,
    schade das es mit dem Köterich nicht geklappt hat, aber der Wein wird sich dort bestimmt auch gut machen. Ich habe manchmal auch das Gefühl, das gärtnern aus Versuch, Fehler und mach's besser besteht. Wäre sonst ja auch langweilig.

    Viele Grüße aus dem Wendland
    Silke

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    1. Ja Silke, da stimme ich dir völlig zu. Das Gärtnern kann nur aus Versuch und Irrtum bestehen, hinzu kommen dann noch immer wieder neue Ideen und Anregungen und all das macht das Gärtnern aus.
      LG von mir

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  2. Liebe Dany,
    ich weiß nicht, ob ich mich von dem schönen Bewuchs einfach so hätte trennen können. Man wartet ja oft so lange, bis sich die Pflanze so entwickelt. Und es hat wirklich traumhaft ausgesehen. Vielleicht hätte ich versucht eine Bespannung unterhalb anzubringen (so Sonnensegel oder ähnliches gibt es ja oft im Angebot), damit mir nichts in den Kaffee fällt. Aber auf der anderen Seite: Wenn einem etwas lang genug nervt, dann mag man einfach nicht mehr. Dann greife ich auch zur großen Schere und fort damit. Das schöne ist: Die neuen Pflanzen wachsen ja auch und wie du schreibst, nächstes Jahr es bestimmt nicht mehr so kahl aussehen und du wirst froh sein diesen Schritt gewagt zu haben. Und die Zeit dafür hast du ja ideal gewählt. So viel Schatten werden wir dieses Jahr sicher nicht mehr brauchen, sondern sind froh, wenn uns ein Sonnenstrahl trifft *lach*.

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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    1. Sei nicht traurig Uschi, der Knöterich wuchs innerhalb eines Jahres so prächtig heran, so dass ich mir um ihn und den Zaun gar keine Sorgen mache. Das ständige *Blätterverlieren* trübte doch ordentlich die Schönheit des Knöterichs ein. Außen hui innen pfui wird nun mit den neuen Weinpflanzen vorbei sein.
      LG an dich

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